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Gemeinde Mühlbach am Hochkönig

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Informationsschreiben zu Windmessungen am Ahornstein

Veröffentlichungsdatum03.08.2026Lesedauer2 MinutenKategorienAktuelles
Aufbau des Windmessmastens am Lehmberg, Flachgau – copyright Salzburg AG

Die Salzburger Landesregierung hat sich im „Masterplan Klima + Energie 2030“ das Ziel gesetzt, die gesamte Stromerzeugung im Bundesland auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Neben Wasserkraft und Photovoltaik spielt auch die Windenergie eine entscheidende Rolle im Energiemix der Zukunft. Mit der Nutzung erneuerbarer Energie schützen wir das Klima und werden unabhängig von Stromlieferungen aus dem Ausland.

Die Salzburg AG treibt gemeinsam mit ihren Partnern - im Falle des Ahornsteins mit den Österreichischen Bundesforsten - die Energiewende konsequent voran. Dazu gehört auch der Ausbau der Windkraft: Daher sollen am Ahornstein ab dem Sommer 2026 Windmessungen als Basis für die weiteren Planungen durchgeführt werden.  

Windmessungen ab Sommer 2026 

Die durchgeführten Basis-Windmessungen am Standort, die mittels Lasertechnologie (LiDAR-Gerät) durchgeführt wurden, lieferten vielversprechende Ergebnisse. In einem nächsten Schritt sollen daher noch genauere Daten erhoben werden. Diese ermöglichen verlässliche Aussagen über die tatsächlichen Windverhältnisse – insbesondere zu Windstärke, Windrichtung und Turbulenzsituation.

In den nächsten Wochen wird zu diesem Zweck ein Windmessmast am Ahornstein (in Richtung Sulzbühel) aufgestellt. Über mehrere Sensoren, die an dem Mast angebracht sind, werden über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr Winddaten gesammelt. Der Gittermasten ist rund 100 Meter hoch und durch das schlanke Profil aus weiterer Distanz kaum sichtbar. Die Stromversorgung erfolgt autonom durch eine Photovoltaikanlage und eine Brennstoffzelle, welche mit einem Batteriespeicher gepuffert ist. Zum Schutz verschiedener Vogelarten werden Maßnahmen wie z.B.: Signalfarben, Vogelwarnbänder, usw. zur besseren Sichtbarkeit umgesetzt.
Für den Transport werden weitgehend bestehende Zufahrten verwendet bzw. werden einzelne Komponenten per Helikopter angeliefert. Nach Abschluss der Messungen wird der Windmessmast wieder vollständig rückgebaut und sämtliche Flächen rekultiviert. 

Zusätzlich zu den Windmessungen werden ornithologische und botanische Erhebungen durch unabhängige Gutachter vorgenommen. Zum Beispiel werden Fledermaus-Beobachtungssysteme auf den Gittermast installiert. Sogenannte „Horchboxen“ geben Auskunft über möglicherweise vorhandene Fledermausarten und ihr Flugverhalten.

Erst auf Basis dieser genauen Messdaten kann festgestellt werden, ob der Standort tatsächlich für ein Windenergieprojekt geeignet ist.  

Eine grundsätzliche Voraussetzung für solche Zukunftsprojekte ist, dass sie ökologisch verträglich und gesellschaftlich vertretbar umgesetzt werden.

Über neue Entwicklungen werden Sie selbstverständlich zeitgerecht informiert. 

 

Kontakt:

Zentrale Anlaufstelle für Windprojekte der Salzburg AG
Norbert Pesendorfer
E-Mail: windkraftinfo@salzburg-ag.at
Telefon: 0662 / 88842188